Der Taucher im Wald ist eine Taucherin. Sie kommt von der Arbeit und ist gerade auf dem Weg nach Hause. Unterwegs hat sie noch zwei Flaschen Becks Bier gekauft. Die braucht sie auch, um sich angenehm in Waage zu halten. In ihrer Welt bewegen sich alle Leute schwebend. Es ist also ganz normal. Für uns als Zuschauende wirkt es allerdings etwas skurril.
Das Gänsehäufel ist eine Insel der Ruhe und Glückseligkeit und eine parallele Welt. Die parallele Welt, in die bei "Diver in the Woods" geblickt wird, trifft auf die Gänsehäufel Welt. Alles darf sein und nebeneinander existieren, der gespannte Stoff mit Ziegeldruck, mit dem andere Gäste ihr Geländer bespannen und "Diver in the Woods" befinden sich auf einer Ebene, obwohl sie aus einem anderen Kontext kommen.
Dort fungiert "Diver in the Woods" als Sonnensegel und bekommt damit erstens eine Funktion und zweitens dient es als Gestaltungselement des kleinen Raumes, den man selbst wie viele andere als ein eigenes kleines Refugium gestaltet und bespielt. Damit weicht das Konzept ab von einer klassischen "Intervention" im öffentlichen Raum - vielmehr gliedert es sich ein in die Vielfalt der individuell gestalteten Kabanen vor Ort.
Diver in the Woods als Sonnensegel.
Erdbeere von Fanni Futterknecht
AIR Einladungskarte und Instagram Posting
Viola Stifter etabliert seit der Badesaison 2025 ein eigenen Artist in Residence and Curatet Art Space in der Kabane 520 am Weststrand im Gänsehäufel.
Die Künstlerin Fanni Futterknecht und ich sind von Beginn an ihre Dauergäste, ähnlich wie Dauercamper auf einem Campingplatz.
AIR steht sowohl für „Artist in Residence“ als auch für den spielbaren Luftraum, den es einnimmt, und bietet ausgewählten Künstler*innen einen außergewöhnlichen Ort für Schöpfung, Reflexion und räumlichen Ausdruck. Erhaben über den Alltag lädt diese einzigartige Umgebung Künstler*innen nicht nur dazu ein, in der Hütte selbst zu arbeiten, sondern auch die umgebende Atmosphäre als Erweiterung ihrer Praxis zu aktivieren und zu transformieren.
AIR definiert das Residenzkonzept neu als eine immersive Begegnung zwischen künstlerischem Schaffen und atmosphärischem Raum – wo Ideen zirkulieren, Interventionen nachhallen und die Luft selbst Teil des Werks wird.
Durch die Transparenz des Fahnenstoffes vermischt und überlagert sich die reale Landschaft mit der des Bildes.
Gesamtansicht 08/2026
Je nach Windstärke befindet sich das Motiv in ständiger Bewegung.
Diver in the Woods, 12/2005
Diver in the Woods wurde ursprünglich als Titelbild der Ausgabe "Anderswo" für das Studierenden Magazin "Unique" der Friedriche Schiller Universität Jena fotografiert.