Kirstin war hauptsächlich unsere Grafikerin, Veronika Fotografin und ich ebenfalls Fotograf. Konzeption und alles andere haben wir gemeinsam besprochen. Wir beantragten bei Werner Holzwarth, unserem Professor an der Bauhaus Uni ein freies Projekt und erstellten ein Konzept für unser Buch, das wir der deutschen Bahn in der Zentrale in Frankfurt am Main vorstellen konnten. Die Bahn gab uns daraufhin ein Freiticket für einen Monat für die Strecken: Frankfurt/M - Weimar und Weimar - Berlin.
Wir reisten also einen Monat lang ständig zwischen Frankfurt, Weimar, Berlin hin und her. Auf unseren Fahrten führten wir Interviews mit Reisenden, Zugbegleitern, Bahnhofsmitarbeitern und Wartenden. Wir fotografierten alles was wir konnten und wurden von einer Schaffnerin mitten in der Ostdeutschen Pampa des Zuges verwiesen.
Das gedruckte Einzelexemplar wurde zur Buchmesse Leipzig vorgestellt und für 1.000,00 D-Mark an einen Sammler verkauft.
Wir fahren an riesigen Chemieanlagen bei Leuna in Sachsen-Anhalt vorbei.
Der Einband bestand aus dem Kunstleder, mit dem in DDR-Reisezügen die Sitze bezogen wurden. Diese waren später oft verschlissen und geflickt. So auch unser Einband.
Das Buch von vorn
das Buch von hinten
Der Text aus den Interviews zieht sich wie eine Bahnreise über 81 Doppelseiten. Er fährt schnell, ruckelt, stoppt, fährt wieder an, langweilt sich.
Es gibt einen Erzählstrang, der sich durch das gesamte Buch zieht. Hier überdeckt ein Interview.
drei Ufos ziehen an uns vorbei
Der Schaffner war sehr groß und freundlich
eine verregnete Fensterscheibe. Ich glaub es war Orangensaft.
Alle Seiten in einer ganz kleinen Auflösung