Das Bild, als Vorbereitung auf eine größere Inszenierung fotografiert, ist zu einem eigenen Werk geworden. Es stammt aus einer Gruppe von Bildern, die Spiele aus der Kindheit als Erwachsene nachspielen. Ich bin viel auf meines Opas Rücken geritten und hab ihn angefeuert, als wäre er ein Pferd. Bei wem Nadine auf dem Rücken ritt, ist mir nicht bekannt. 
Sind es Erwachsene, die das Reitspiel spielen, erweitert oder öffnet sich der Kontext um weitere Zusammenhänge mit ambivalenten Fragen zum Kind sein im Erwachsenen, Genderrollen, Sexualität, Dominanz und Unterwerfung. Die kindlichen Ursprünge bleiben aber erhalten und enthalten. Etwas, das sonst nicht möglich scheint: nämlich das Kind im Erwachsenen herauszuholen, zu spielen und miteinander zu spielen haben wir ausprobiert und es genossen. 

Reiterbild, 1996, S/W Fotografie

Im Hintergrund an der Wand ist eine alte Portraitfotografie zu sehen, das einen Mann und eine Frau, offensichtlich ein Paar, zeigt. Der Mann sitzt auf einem Stuhl, die Frau steht neben ihm und hat ihre Hand auf des Mannes Schulter gelegt. Unsere Reitsituation nimmt Bezug auf dieses Bild und setzt beides in Beziehung.
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